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    Blaualgen in Gießen: Was sind das für Grüne Teppiche im Teich?

    Felix WetzsteinVon Felix Wetzstein28. Juli 20222 Minuten Lesezeit
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    alge
    Die Wieseckaue ist derzeit wieder von Blaualgen besiedelt. (Foto: Stadt Gießen)

    GIESSEN (pm). Aufgrund der aktuell großen Hitze ist der Neue Teich im Stadtpark in der Wieseckaue leider wieder von Blaualgen besiedelt. Der Teich leidet unter dem Hitzestress, da es in den Trockenperioden nebst einer Verschärfung der Niedrigwassersituationen gleichzeitig auch zu einer Erhöhung der Wassertemperatur kommt. Blaualgen profitieren davon. Hundebesitzer/innen sollten aufpassen: Einige der Blaualgenarten erzeugen Gift, das ein Gesundheitsrisiko für zum Beispiel Hunde darstellt. Hunde sollten das Wasser nicht trinken!

    Hochsaison haben die Blaualgen normalerweise Mitte bis Ende August. Blaualgen sind, obwohl der Name es vermuten lässt, keine Algen, sondern Bakterien – ihre wissenschaftliche Bezeichnung lautet Cyanobakterien. Generell nimmt aus physikalischen Gründen Wasser bei erhöhten Temperaturen weniger Sauerstoff auf. Das vermehrte Wachstum der Unterwasserpflanzen und Fadenalgen sorgt tagsüber noch für eine hohe Sauerstoffproduktion. Beim Absterben dieser großen Biomassen kann es allerdings durch Abbauprozesse zu Sauerstoffmangel am Teichgrund kommen.

    Je wärmer der Winter und je höher die Frühjahrstemperaturen sind, desto früher setzt eine Algenblüte ein, im Neuen Teich sind es die freischwebenden Algenarten, die das Wasser oliv färben und es undurchsichtig machen. Im Schwanenteich zeigte sich Mitte Juni in Ufernähe zeitweise eine rosaschillernde Massenmehrung von Zooplankton (Daphnien). Diese filtern aus dem Wasser Mikroorganismen, u.a. auch Schwebalgen. Anders als im Neuen Teich ist hier das Wasser daher klar.

    Falls die lang ersehnten Niederschläge fallen, ist das für Gewässer und Teiche leider keine Entwarnung. Organisches Material, wie Laub und Schlamm, das aus dem Gewässerumfeld, gedüngten Feldern oder aus Kanalisationen mit Starkregen in die Bäche und Flüsse gelangt, bringt weiterhin belastende Nährstoffe mit sich.

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    Felix Wetzstein

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