Das Lahntal hat im Jahr 2025 mit 991.496 Gästen und 2,25 Millionen Übernachtungen neue Höchstwerte erreicht. Wie der Lahntal Tourismus Verband (LTV) am 13. März in Wetzlar mitteilte, entspricht das einem Zuwachs von 5,5 Prozent bei den Gästezahlen und 2,1 Prozent bei den Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr. Grund für die Entwicklung seien unter anderem das touristische Angebot sowie Investitionen in Infrastruktur.
Deutlich stärker als Hessen und Rheinland-Pfalz
Damit entwickelt sich die Region deutlich dynamischer als die umliegenden Bundesländer. Während in Hessen sowohl Gästezahlen als auch Übernachtungen leicht zurückgingen, verzeichnete Rheinland-Pfalz zwar ebenfalls Zuwächse, blieb jedoch hinter der Entwicklung des Lahntals zurück.
Zuwächse in Wetzlar und Marburg
Besonders hohe Steigerungen gab es in einzelnen Städten entlang der Lahn. In Wetzlar stiegen die Gästeankünfte um 11,4 Prozent, in Marburg um 2,8 Prozent. Auch in den rheinland-pfälzischen Regionen Diez und Bad Ems-Nassau wurden mehr Gäste gezählt. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Übernachtungen: In Wetzlar gab es ein Plus von 3,3 Prozent, in Marburg von 2,3 Prozent, in Diez von 1,9 Prozent und in Bad Ems-Nassau von 1,1 Prozent.
Tourismus als Standortfaktor
LTV-Vorsitzender Michael Köberle bewertet die Entwicklung als gemeinschaftlichen Erfolg der Akteure entlang der Lahn. Das Erreichen von fast einer Million Gästen sei ein deutliches Signal für die touristische Bedeutung der Region. Auch LTV-Geschäftsführer Philipp Borchardt sieht in den Zahlen eine Bestätigung der aktuellen Tourismusstrategie, die auf eine Weiterentwicklung der Erlebnisqualität abzielt.
Neben wirtschaftlichen Effekten hebt der Verband auch die Bedeutung für die Region hervor. Investitionen in Rad- und Wanderwege sowie Freizeit- und Kulturangebote würden sowohl Gästen als auch der Bevölkerung zugutekommen. Insbesondere in ländlichen Räumen trage der Tourismus zur Stabilisierung wirtschaftlicher Strukturen und zur Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort bei.

