Für fünf Küchenkräfte endete der Arbeitstag vorgestern deutlich früher als geplant. Bei einer hinweisbezogenen Kontrolle eines Restaurants in Gießen stellten Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen fest, dass mehrere Beschäftigte ohne gültige Arbeits- und Aufenthaltspapiere tätig waren.
Vor Ort trafen die Ermittler insgesamt sechs Personen an: den 49 Jahre alten Geschäftsführer sowie fünf Küchenhilfen im Alter zwischen 22 und 26 Jahren. Die Männer konnten sich zwar mit gültigen Ausweisdokumenten identifizieren, die erforderlichen Genehmigungen für einen legalen Aufenthalt und eine Beschäftigung in Deutschland lagen jedoch nicht vor.
Die fünf Küchenhilfen wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie sowie gegen den Geschäftsführer leitete der Zoll Ermittlungsverfahren ein. „Wer illegal arbeitet oder beschäftigt, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Hinweise werden von uns geprüft und helfen uns, solche Fälle aufzudecken“, erklärte Stephanie Auerswald, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Gießen.
Die Ausweisdokumente der Betroffenen wurden an die zuständige Ausländerbehörde übergeben, die nun über den weiteren Aufenthalt der Männer entscheidet. An dem Tag blieb die Küche des Restaurants geschlossen.

