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    Das Liebig-Museum Gießen soll moderner und attraktiver werden

    Felix WetzsteinVon Felix Wetzstein7. März 20253 Minuten Lesezeit
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    v.L.: Kurator Dr. Bernd Commerscheidt, 1. Vorsitzender Prof. Dr. Gerd Hamscher, ehrenamtlicher Beisitzer im Vorstand Manuel Heinrich
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    GIESSEN (mt). Nach intensiver Vorbereitung hat die Sanierung des Liebig-Museums offiziell begonnen. Der Brand wurde dabei nicht nur als Anlass zur Schadensbeseitigung genutzt, sondern auch als Chance, das Museum grundlegend weiterzuentwickeln. Ziel des „Liebig-Museum 2.0“ ist es, das historische Erbe Justus von Liebigs zu bewahren und zugleich das Museum nachhaltiger, moderner und attraktiver zu gestalten.

    Ein Masterplan für die Zukunft des Liebig-Museums

    Ursprünglich war ein Sanierungsbeginn innerhalb von sechs Monaten geplant, doch die komplexen Herausforderungen des Schwelbrands in 2022 führten zu Verzögerungen. Obwohl die Bausubstanz und die Einrichtung größtenteils erhalten blieben, war der gesamte Innenraum stark verrußt. Die aufwendige Reinigung mit Spezialstaubsaugern und per Hand dauerte knapp zwei Monate.

    Die Finanzierung der Sanierung erfolgt durch eine Versicherungssumme von 250.000 Euro sowie zahlreiche private Spenden. Prof. Dr. Gerd Hamscher, erster Vorsitzender der Justus-Liebig-Gesellschaft, zeigt sich beeindruckt von der breiten Unterstützung: „Dank der großzügigen Spendenbereitschaft konnten wir insgesamt 400.000 Euro sammeln.“

    Der „Masterplan“ für das Liebig-Museum umfasst eine umfassende Sanierung: Neben der Wiederherstellung der Räumlichkeiten sind ein neuer Sanitärbereich, Arbeiten an der Fassade, der Austausch von Fenstern und Türen sowie die Modernisierung der Stromversorgung und ein angepasstes Farbschema vorgesehen. Zudem wird das Heizsystem auf einen umweltfreundlichen Fernwärmeanschluss umgestellt. Die Fertigstellung der Sanierung ist für September 2025 geplant, sodass das Museum mit seinem bisherigen Konzept wiedereröffnet werden kann.

    Ab 2026 folgt die nächste Entwicklungsphase: Ein neues Konzept soll das Museum noch attraktiver für Besucher, Anwohner und Studierende der Naturwissenschaften machen. Hierfür arbeitet das Museum eng mit dem Merck-Archiv in Darmstadt und dem Deutschen Museum zusammen, um innovative Möglichkeiten auszuloten. Ein zentrales Thema ist die Vernetzung der drei wichtigsten Lebens- und Wirkungsstätten Justus von Liebigs: Gießen, München und Darmstadt.

    Veranstaltungen und aktuelle Entwicklungen

    Während der Sanierungsarbeiten finden weiterhin regelmäßige experimentelle Vorlesungen unter dem Titel „Justus im Hessischen Hof“ statt. Diese sollen nach Abschluss der Arbeiten wieder ins Liebig-Museum zurückkehren und ausgebaut werden, um chemische Bildung und historische Inhalte noch anschaulicher zu vermitteln. Auch traditionelle Veranstaltungen wie der Internationale Museumstag im Mai, das Museumsfest, Liebigs Suppenfest und der Tag des offenen Denkmals bleiben fester Bestandteil des Programms. Besucher haben während bestimmter Veranstaltungen die Möglichkeit, unter Aufsicht einen Blick auf die Fortschritte der Sanierung zu werfen.

    Da das Liebig-Museum unter Denkmalschutz steht, müssen alle Maßnahmen sorgfältig mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden. „Einige möchten schnelle Fortschritte, andere mahnen zur Vorsicht – und das ist vielleicht gar nicht schlecht“, sagt Dr. Bernd Commerscheidt. Es gilt, Modernisierung und den Erhalt der historischen Authentizität in Einklang zu bringen.

    Ein weiteres Ziel ist die Anerkennung des Liebig-Museums als Weltkulturerbe – ein Prozess, der bereits seit längerer Zeit verfolgt wird. Während die Entscheidung hierzu noch aussteht, wurde dem Museum bereits eine bedeutende Ehrung zuteil: Die European Chemical Society hat es als Denkmal ausgezeichnet – eine Würdigung seiner herausragenden Rolle in der Wissenschaftsgeschichte.

    Die größte Herausforderung bleibt der Balanceakt zwischen zügigem Wiederaufbau und dem behutsamen Erhalt der historischen Substanz. Doch eines steht fest: Mit dem „Liebig-Museum 2.0“ wird die Institution nicht nur restauriert, sondern für die Zukunft fit gemacht – als ein modernes, attraktives und wissenschaftlich wertvolles Museum.

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    Felix Wetzstein

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