Niklas Zeuner aus Mücke im Vogelsberg hat mit einer 125 Kilometer langen Strecke zu Fuß insgesamt 2.500 Euro für den Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder Gießen e. V. gesammelt. Am Montag, 19. Oktober, übergab er das Geld auf der Kinderkrebsstation Peiper am Universitätsklinikum Gießen, um die Arbeit des Vereins für erkrankte Kinder und ihre Familien zu unterstützen.
Die Spende nahmen Corinna Altinkilic-Koch und Philipp Joester entgegen. Beide arbeiten als Erzieher für den Elternverein auf der Station und begleiten die Kinder während ihres Klinikaufenthalts.
17 Stunden unterwegs für die Spendenaktion
Zeuner betreibt in Mücke das Fitnessstudio Fitomat und bietet Personal Training an. Der leidenschaftliche Leistungssportler stellt sich immer wieder ungewöhnlichen Lauf-Challenges und teilt diese auf seinem Social-Media-Account.
Die Unterstützung krebskranker Kinder liegt ihm persönlich am Herzen. Bei seiner Spendenaktion setzte er auf eine unkomplizierte Umsetzung: „Ich bin eher so der Do-it-yourself-Typ und einfach mal machen, ohne großartig planen“, sagte er.
Er schrieb Unternehmen per E-Mail an, zog sich die Laufschuhe an und machte sich auf den Weg. Für jeden zurückgelegten Kilometer gab es Geld. An der Spendensammlung beteiligten sich Firmen und Privatpersonen.
Um möglichst viel Zeit für die Strecke zu haben, stand Zeuner um Punkt Mitternacht auf. Unterwegs unterbrach er das Laufen für kurze Essens- und Trinkpausen. Insgesamt war er 17 Stunden unterwegs, ohne zwischendurch zu schlafen.
Wie der Elternverein Kinder und Familien unterstützt
Der Elternverein wurde 1982 von betroffenen Eltern gegründet. Er unterstützt die jungen Patienten der Station Peiper und ihre Familien und finanziert unter anderem Betreuung und Spielangebote während der Behandlung.
Zu den Angeboten gehören kreative und musikalische Aktivitäten. Familien erhalten beispielsweise finanzielle Überbrückungshilfen sowie soziale und psychotherapeutische Beratung. Schulavatare ermöglichen erkrankten Kindern die Teilnahme am Unterricht und den Kontakt zu ihrer Klasse. Darüber hinaus fördert der Verein Forschungsprojekte zu Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter.

