Gießen-Allendorf. Der schönste naturnahe Garten im Landkreis Gießen befindet sich 2026 in Gießen-Allendorf. Familie Bogdan-Waha hat mit ihrem Garten den Wettbewerb der Unteren Naturschutzbehörde gewonnen und sich unter insgesamt 18 Bewerbungen durchgesetzt. Heimische Sträucher und Bäume, ein Teich für Amphibien, Natursteinmauern, Totholz für Insekten sowie eine angrenzende Streuobstwiese mit Bienenvölkern überzeugten die Fachjury. Der Garten ist über Jahre hinweg entstanden. Ein großer Walnussbaum spendet Schatten, während verschiedene Bereiche Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten.
Für den ersten Platz erhält Familie Bogdan-Waha ein Preisgeld von 500 Euro sowie eine Plakette, die auf die Auszeichnung aufmerksam macht. Mit dem Preisgeld sind bereits weitere Projekte geplant. In der kommenden Saison soll unter anderem ein Sandarium entstehen. Der sandige Bereich soll beispielsweise erdbewohnenden Wildbienen als Lebensraum dienen. Außerdem möchte die Familie Nisthilfen im Walnussbaum anbringen.
Auch für Platz 2 und 3 gibt es Grund zu feiern
Drei Gärten werden ausgezeichnet Insgesamt zeichnete der Landkreis drei Gärten aus. Den zweiten Platz und 300 Euro erhält die Gartengemeinschaft Jepp & Kegelmann aus Gießen. Ihr Garten befindet sich direkt am Philosophenwald. Auf Platz drei landeten Jutta und Bernd Decher aus Grünberg. Sie erhalten ein Preisgeld von 200 Euro.
Insgesamt werden damit 1.000 Euro an die drei Gewinner vergeben. „Wir möchten dafür sensibilisieren, den eigenen Garten vielfältig und insektenfreundlich zu gestalten. Dazu benötigt man auch keinen so großen Garten wie den der Erstplatzierten, auch auf kleinstem Raum lässt sich viel für die Artenvielfalt erreichen. Denn gerade in einem naturnahen Garten gilt oft: Weniger ist mehr“, erklärt Alisha Weigand, naturschutzfachliche Mitarbeiterin des Landkreises Gießen. Wettbewerb findet jährlich statt Am Wettbewerb „Schönster naturnaher Garten“ können alle teilnehmen, die einen Garten im Landkreis Gießen pflegen. Bewertet wird unter anderem, inwiefern die Gestaltung zur Artenvielfalt und zum Klimaschutz beiträgt. Zu den Kriterien der Fachjury gehören beispielsweise Obstbäume und Blühwiesen, Nisthilfen und Totholz für Insekten, Wasserflächen für Amphibien sowie heimische Pflanzen. Auch ein Komposthaufen, der Verzicht auf Kunstdünger und die Bewässerung mit Regenwasser werden bei der Bewertung berücksichtigt. Der Wettbewerb findet jährlich statt. Interessierte können sich auch im kommenden Jahr wieder bewerben. Weitere Kriterien und Informationen zum Bewerbungsverfahren stellt der Landkreis Gießen auf seiner Internetseite bereit.

