Auf dem Gießener Wochenmarkt zieht Anfang Juli ein neuer Anbieter ein: Die Globus Markthalle Dutenhofen eröffnet zum Markttag am 1. Juli einen Fischbrötchen-Stand in den Marktlauben. Damit wird eine zuletzt leerstehende Fläche neu genutzt. Nach Angaben von Geschäftsleiter Jannik Zörb basiert das Angebot auf einem Konzept, das bereits seit einem Jahr in Dutenhofen umgesetzt wird.
Die Idee für den Standort auf dem Wochenmarkt sei bereits vor rund anderthalb Jahren entstanden. „Wir haben auf den Wochenmarkt geschaut und erfahren, dass sich einige Marktlauben wirtschaftlich schwertun“, sagt Zörb. Als sich abzeichnete, dass eine Laube frei werden könnte, habe das Unternehmen Interesse angemeldet.
Alles wird vor Ort zubereitet
Für den neuen Standort wird die Marktlaube umfassend umgebaut. Nach Angaben von Zörb wird die Fläche vollständig saniert und mit neuer Gastronomieausstattung ausgestattet. Für die Umsetzung sei sogar eine Doppel-Laube erforderlich gewesen. „Die Fischbrötchen werden nicht irgendwo produziert und hierher gefahren. Wir machen alles direkt vor Ort in der Marktlaube“, erklärt er.
Zum Start sollen zwölf verschiedene Fischbrötchen-Varianten angeboten werden. Neben klassischen Varianten wie Backfisch oder Matjes sind auch modernere Kreationen geplant. Der Fisch werde täglich frisch geliefert. „Wir haben dort etwas aufgebaut, das es in dieser Form und Qualität kaum in der Region gibt“, sagt Zörb über das bestehende Konzept in Dutenhofen.
Mit der Wohnbau wurde zunächst ein Mietvertrag über zwei Jahre abgeschlossen. Ziel sei es nicht, bestehenden Marktbeschickern Kundschaft wegzunehmen. Stattdessen hoffe man, mit dem zusätzlichen Angebot weitere Besucherinnen und Besucher auf den Wochenmarkt zu locken.
Zustimmung vom Wochenmarkt
Die Ankündigung des neuen Standes hatte bei einigen Marktbeschickern zunächst Sorgen ausgelöst. Nach Vorstellung des Konzepts habe sich die Stimmung jedoch deutlich beruhigt.
Auch die Interessengemeinschaft Gießener Wochenmarktbeschicker bewertet die Ansiedlung positiv. Leon Eimer von der Interessengemeinschaft sagt: „Mit dem jetzigen Konzept finden wir das völlig in Ordnung. Uns ist es lieber, die Marktlaube ist mit einem neuen Angebot belegt, als dass sie leer steht. Wir wollen den Wochenmarkt lebendig halten und die Vielfalt stärken.“ Zudem sei es deutlich schwieriger, Interessenten für die Marktlauben zu finden als für die regulären Standplätze.


