GIESSEN. Experimente in rund 35 Kilometern Höhe: Beim Projekt „SkyMi – Mittelhessen hebt ab!“ haben 8 Schulklassen aus dMittelhessen eigene Forschungsfragen entwickelt und ihre Versuche mit Wetterballons in die Stratosphäre geschickt. Auch zwei Schulen aus Gießen waren an dem Projekt beteiligt.
Insgesamt starteten an acht Orten in Mittelhessen Wetterballons mit Experimenten, Kameras, Trackern und verschiedenen Messgeräten. Sieben Ballons gingen am Donnerstag in die Luft, ein weiterer folgte am Freitag. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich zuvor über mehrere Monate auf ihre Missionen vorbereitet und eigene Versuchsaufbauten entwickelt.
Zwei Gießener Schulen mit eigenen Experimenten
Mit dabei waren die Gesamtschule Gießen-Ost und das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium. Die Gesamtschule Gießen-Ost beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Höhe und UV-Strahlung auf die Effizienz von Solarzellen auswirken.
Das Team des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums schickte unter anderem biologische Proben mit auf die Reise. Die Schülerinnen und Schüler wollen untersuchen, ob UV-Strahlung die Aktivität von Hefe verändert und ob Bitter Lemon in großer Höhe fluoresziert.
Die Experimente befanden sich in speziellen Kapseln, die von den Wetterballons in Richtung Stratosphäre getragen wurden. Dort herrschen Bedingungen, die sich im normalen Schulunterricht kaum nachbilden lassen.
Gießener Kapseln landen auf Truppenübungsplatz
Nach dem Flug konnten die Teams die Kapseln mithilfe von Live-Tracking verfolgen. Die beiden Kapseln der Gießener Schulen landeten schließlich auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken in der Rhön. Dort wurden sie von der Bundeswehr geborgen und anschließend übergeben.
Andere Ballons legten teilweise noch größere Strecken zurück. Ein Wetterballon aus Driedorf erreichte beispielsweise eine Höhe von 41 Kilometern. Der Ballon aus Neu-Anspach flog sogar bis nach Bayern.
Jetzt werden die Daten ausgewertet
Mit der Rückkehr der Kapseln ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Für die Schülerinnen und Schüler beginnt nun die Auswertung der gesammelten Daten, Messwerte und Aufnahmen.
Die Ergebnisse der verschiedenen Experimente sollen im November bei einer gemeinsamen Veranstaltung vorgestellt werden. Mehrere Teams planen außerdem, ihre Arbeiten bei „Jugend forscht“ einzureichen.
Organisiert wurde „SkyMi – Mittelhessen hebt ab!“ vom Schüler Mittelhessen gemeinsam mit dem Forschungscampus Mittelhessen, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg und der Technischen Hochschule Mittelhessen. Das Live-Tracking der Ballons wurde durch eine Arbeitsgruppe der Justus-Liebig-Universität ermöglicht.

