GIESSEN (fl). Hausgemachte Suppen, belegte Brötchen und Kuchen: Das ist das Konzept des neuen Foodspots „Suppe & Stulle“, der in der letzten Woche in Gießen eröffnet hat. Für Artur Koleber ein unerwarteter Start in die Selbstständigkeit.
In der Frankfurter Straße 101 gibt es seit letzter Woche mit „Suppe & Stulle“ einen neuen Foodspot. Er zieht in die Fläche des 2022 geschlossenen Suppenimbiss „Zum Suppenkasper“ ein. Für Inhaber und Gründer Artur Koleber kam dieser Schritt unerwartet.
Der lange Weg vom Bau in den Suppen-Imbiss
Der gebürtige Gießener hatte nach seinem Hauptschulabschluss in den unterschiedlichsten Bereichen gearbeitet: Auf dem Bau, als Raumausstatter, in Aushilfsjobs. Von 2017 bis 2019 machte er eine Ausbildung zum Verkäufer beim Gießener Spielwarengeschäft Fuhr. Über die Bäckerei Künkel fand er schließlich den Weg zum BrotAtelier, wo er für die nächsten drei Jahre glücklich wurde. Mit BrotAtelier-Inhaber Marc Langsdorf verbindet ihn bis heute ein vertrauensvolles Verhältnis. Er sei so etwas wie ein „Mentor“ für ihn.
Ende Dezember entschied sich Koleber dennoch dazu, sich umzuorientieren. Ihn verschlug es ins Skigebiet Flachau, wo er bis Ende letzten Jahres im Schuhverleih und -verkauf arbeitete. Nach längerer Jobsuche Anfang des Jahres sei er vor etwa drei Monaten plötzlich gefragt worden, ob er sich selbstständig machen wollen würde. Nach kurzem Überlegen fasste er den Entschluss, es mit „Suppe & Stulle“ zu probieren.
So regional wie möglich, zu studierendenfreundlichen Preisen
Das Brot bezieht Koleber vom BrotAtelier. Das Gemüse für die Suppen und den Stullenbelag versucht er größtenteils vom Wochenmarkt zu beziehen. Aus Preisgründen mischt er es mit Zutaten aus der Metro. Denn mit „Suppe & Stulle“ will er vor allem Studierende vom gegenüberliegenden Veterinärcampus und dem Universitätsklinikum erreichen und eine kostengünstige, aber hochwertige Alternative zu den angrenzenden Restaurants bieten.
Die Stullen beginnen preislich bei 4,50 Euro. Neben einer Thunfisch- und einer Schinkenstulle gibt es auch eine vegane Variante. Suppen gibt es ab 5,90 Euro, Kaltgetränke ab 2 Euro. Schon ab 1,20 Euro bekommt man einen Filterkaffee.
Für eine Idee schaute Artur Koleber sich die gastronomische Landschaft in Gießen an. Seine Analyse: Viel Pizza und Döner. Klar, biete fast jedes Lokal auch Vorspeisesuppen an. Täglich frisch gekochte, hausgemachte Suppen in dieser Form aber nicht. So war die Konzeptidee gefunden: Jeden Morgen kocht Koleber eine Suppe. Dazu gibt‘s die verschieden belegten „Stullen“, Kuchen und selbstgemachte Cookies. Für warme Tage sind auch kalte Suppen geplant.
Für die erste Woche zieht Artur Koleber ein positives Fazit:
Die Öffnungszeiten wird er aber im Vergleich zur Premierenwoche leicht ändern: Suppe und Stulle hat nun montags bis freitags von 7 bis 15 Uhr geöffnet.


