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    Startseite » Mathematikum Gießen feiert zehn Jahre Unendlichkeitsmaschine
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    Mathematikum Gießen feiert zehn Jahre Unendlichkeitsmaschine

    Felix WetzsteinVon Felix Wetzstein5. April 20242 Minuten LesezeitAktualisiert9. April 2024
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    Mathematikum_Auf die Unendlichkeitsmaschine2
    Das Jubiläum im Mathematikum wurde gebührend gefeiert. (Foto: pm)

    GIESSEN (pm/fw). Das Mathematikum feierte gestern ein besonderes Jubiläum: 10 Jahre Unendlichkeitsmaschine. Seit einem Jahrzehnt stehen unzählige Besucherinnen und Besucher des Mathematikums staunend vor diesem faszinierenden Exponat. Die Unendlichkeitsmaschine besteht aus einer Kaskade von senkrecht übereinander angeordneten Zahnrädern, wobei sich jedes Zahnrad zehnmal langsamer dreht als das darunter angebrachte. Während man bei den untersten Rädern die Bewegung mitverfolgen kann, scheinen die Räder weiter oben stillzustehen. Die obersten Räder drehen sich nur in Millionen von Jahren um einen Millimeter – ein beeindruckendes Detail, das zum Staunen einlädt.

    Konkrete Zahlen verdeutlichen die Langsamkeit dieser Maschine: Seit dem 4. April 2014 hat sich das unterste Rad genau 52.603.200 Mal gedreht. Das darüberliegende Rad hat noch gut 5 Millionen Mal rotiert. Selbst das zehnte Rad von unten hat sich in den zehn Jahren bewegt, wenn auch nur minimal: Es hat gerade einmal die halbe Strecke von 0 bis 1 geschafft. Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass sich das unterste Rad in weiteren zehn Jahren 100 Millionen Mal drehen wird, während das zehnte Rad von unten gerade die erste Ziffer 1 erreicht.

    Die Entstehung dieses Exponats verdanken wir drei wichtigen Akteuren: Zum einen dem amerikanischen Künstler Arthur Ganson, der 1992 mit seiner “machine with concrete” die grundlegende Idee zeigte. Zum anderen der Werkstatt der Physikalischen Institute der JLU Gießen, die die Zahnräder und das Getriebe mit höchster Präzision herstellte – eine Voraussetzung, damit die Anlage problemlos läuft. Schließlich ermöglichte Juwelier Balser mit einer großzügigen Spende die Umsetzung dieses beeindruckenden Exponats.

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    Felix Wetzstein

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