GIESSEN (fl). Anpfiff in der Hessenliga: Nach zwei Highlightspielen gegen die Bundesligisten aus Elversberg und Frankfurt startet der FC Gießen in die neue Saison. Zum Auftakt kommen die Aufsteiger vom KSV Hessen Kassel II ins Waldstadion. Anstoß ist morgen um 14 Uhr.
FCG-Trainer Michael Fink erwartet ein spannendes Spiel gegen eine Mannschaft, die eigentlich „kein normaler Aufsteiger“ sei. Fink verweist damit auf die Konstellation beim Gegner aus Nordhessen, dass die Erstvertretung in der Regionalliga und die Zweitvertretung in der Hessenliga spielt. Dadurch könnten am Samstag auch Spieler aus deren Regionalligamannschaft im Waldstadion auflaufen. Das würde die Qualität des Gegners deutlich erhöhen. Fink erwartet einen entschlossenen Auftritt seiner Mannschaft. Gerade zum Auftakt komme es auf Kleinigkeiten an.
Auf die neue Hessenliga-Saison blickt Fink mit gemischten Gefühlen. Die beiden Highlight-Spiele gegen Bundesligisten – insbesondere das ausverkaufte Eintracht-Spiel – brachten gute Stimmung.
Als unmittelbare Folge aus dem Elversberg-Spiel drohen nun aber Sperren und ein Punktabzug von 5 Punkten. Der Hessische Fußball-Verband wirft dem FC Gießen vor, drei Spieler ohne ausreichende Spielberechtigung eingesetzt zu haben. Dabei handelt es sich um die Neuzugänge Mussie Beraky, Furkan Yilmaz und Arda Sirin. Durch die Sperre durften sie in den letzten zweieinhalb Wochen nicht trainieren. Der Verein hat Widerspruch eingelegt. Ob das Erfolg hat, soll sich noch im Laufe des Abends klären.
Zusätzlich war der Sommer von einem großen Kader-Umbruch geprägt. 17 Abgänge stehen 12 Neuzugängen gegenüber. Während man in der Defensive besonders stark aufgestellt sei, fehlen Fink vor allem offensive Optionen. Besonders schmerzt der Abgang von Top-Torjäger Mirco Geisler. 27 Tore steuerte dieser in der letzten Saison bei, die der FC Gießen auf Platz 4 abschloss. Aufgrund dieser Umstände strebt Trainer Fink erstmal die obere Tabellenhälfte an.

